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Begriffsglossar

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A - B>
ADHS
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung; eine überwigend bei Kindern beobachtete Stimmungs- und Aktivitätsstörung mit Überaktivität und mangelnder Konzentrationsfähigkeit. Mehr Informationen finden Sie auch auf unseren Seiten: http://www.info-adhs.de
 
Affekt
Starker, akuter Gefühlsausbruch wie Wut, Freude, Angst, Scham.
Akuttherapie
Akut: Plötzlich, schnell, heftig auftretend; Therapie: Methoden zur Behandlung und Heilung von Krankheiten.
Antidepressiva
Wirkstoffe bzw. Arzneimittel, die zur symptomatischen Behandlung der Depression eingesetzt werden und die Funktionen bestimmter Botenstoffe des Gehirns (Neurotransmitter) beeinflußen können. Die wichtigsten Substanzklassen sind trizyklische Antidepressiva und selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer.
 
 
B<A - nach oben - C>
Benzodiazepine
Benzodiazepine wirken angst- und spannungslösend, beruhigend, muskelentspannend und krampflösend. Benzodiazepine werden gelegentlich bei bipolarer Erkrankung eingesetzt, in der Regel zusätzlich zu anderen Medikamenten zur Stabilisierung bei Erregungs- bzw. Angstzuständen.
Bipolar
Latein/Griechisch; Zweipolig
 
 
C<B - nach oben - D>
Chronisch
griechisch; med. langsam verlaufend, langwierig, dauernd
 
 
D<C - nach oben - E>
Depression
Störung der Psyche, krankhaftes Traurigsein, gedrückte Stimmung; meist mit Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Unruhe, Angstzuständen und Gehemmtseit vergesellschaftet.
Diagnose
Griechisch; Krankheitserkennung, Bestimmung
Dopamin
Hydroxytramin, Signalüberträgerstoff (Neurotransmitter) an den Endungen (Synapsen) symphatischer Nerven, der im zentralen Nervensystem emotionale und geistige Reaktionen beeinflusst und Bewegungsabläufe steuert (z.B. Mimik).
 
DSM IV
Diagnostic and  Statistical Manual of Mental Disease, die von der amerikanischen Psychiatrievereinigung (American Psychiatric Association) entwickelte und publizierte, aktuelle Liste psychischer Erkrankungen sowie deren Diagnose- und Begriffskriterien (1994).
 
E<D - nach oben - G>
Edukation
aus gleichbed. lat. educatio zu educare "aufziehen, erziehen": Erziehung
Enzyme
Biologisch hochwirksame Eiweißsubstanzen, die die Funktion von Katalysatoren haben. Bei biochemischen Prozessen bestimmen sie Geschwindigkeit der Reaktion und die Richtung der Reaktionsfolge. Ihr Wirkungsmechanismus wird von Hormonen gesteuert.
EPS
Extrapyramidale Syndrome sind ein Symptomkomplex aus Störungen des Bewegungsablaufs. Sie sind durch eine Einbuße oder ein Übermaß an motorischen Abläufen geprägt.
Euthymie

Zustand der Ausgeglichenheit und Harmonie der Psyche und Stimmungslage.

 

 
G<E - nach oben - H>
Gehirn
Hirn, Enzephalon, Cerebrum, der in der Schädelhöhle liegende Teil des Zentralnervensystems. Es besteht aus dem Großhirn (Cerebrum), dem Hirnstamm und dem Kleinhirn (Cerebellum).
 
H<G - nach oben - I>
Halluzinationen
Sinnestäuschung, Wahrnehmung nicht existierender Erscheinungen. Mehrere bis alle Sinne (etwa Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken) betreffende, nicht durch entsprechende äußere Sinnesreize hervorgerufene, jedoch für den Betroffenen Realitätscharakter besitzende Sinneswahrnehmung, die als Symptom bei Vergiftungen und psychischen Erkrankungen auftreten können.
 
I<H - nach oben - L>
ICD 10
Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme. 10. Revision, Version 1.3. Es handelt sich um einen von der WHO (Welt Gesundheitsorganisation) aufgestellten mehrstelligen Diagnoseschlüssel. Die Klassifikation wurde vom Statistischen Bundesamt Wiesbaden 1968 veröffentlicht und für Deutschland als verbindlich erklärt. Die bipolare Erkrankung findet sich im Kapitel V (Psychische und Verhaltensstörungen) unter F30 bis F36 (Affektive Störungen).
Ideenflucht
Eine Idee bzw. ein Gedanke jagt den nächsten, ohne dass dieser Gedanke oder der Einfall zu Ende gedacht werden können.
 
 
L<I - nach oben - M>
Lethargie
Griechisch; Schlafsucht, Trägheit, Teilnahms- Interessenlosigkeit
Libido
Begierde, Trieb, Geschlechtstrieb
 
 
M<L - nach oben - N>
Manie
Die Manie ist ein Zustand abnorm gehobener Stimmung, der auch mit Reizbarkeit, Aggressivität, sowie fehlender Distanzierungs- und Kritikfähigkeit verbunden sein kann. Der Antrieb ist stark gesteigert und enthemmt: etwa der sexuelle Antrieb oder der Drang zu hohen, häufig riunösen Geldausgaben. Meist sind Schafbedürfnis und Appetit vermindert. Die Denkvorgänge sind stark beschleunigt: Ideenflucht, Sprunghaftigkeit und Selbstüberschätzung bis zum Größenwahn können auftreten.
MAO-HemmerSomnolenz
Substanzen, die das Enzym Monoaminooxidase hemmen.
Melancholie
Historischer Begriff, der auf die antike Medizin (Hippokrates, Galen) zurückgeht. Das griechische Wort "melancholia" kennzeichnet eine trübsinnige Gemütsverfassung, eine schwermütige Verstimmung bzw. depressive Zustände.
 
N<M - nach oben - P>
Neuroleptika
Als Neuroleptika werden das zentrale Nervensystem beeinflussende (psychotrope) Substanzen bezeichnet, die antipsychotisch, beruhigend (sedierend) und psychomotorisch wirken können. Es gibt schwach, mittel und stark wirksame Neuroleptika. Klassische (typische) Neuroleptika gelten als Mittel der zweiten Wahl, atypische Neuroleptika als Mittel der ersten Wahl bei bipolaren Erkrankungen und werden bei akuten Manien oder in bestimmten Fällen etwa  zusätzlich zu Stimmungsstabilisierern eingesetzt. Mit dem gleichen Inhalt wird heute überwiegend das Wort "Antipsychotika" verwendet.
Neurotransmitter
Nervenbotenstoffe, die für die Signalübertragung (Aktivierung bzw. Inaktivierung) an Nervenzellen , d.h. auch im Gehirn, erforderlich sind. Die wichtigsten Neurotransmitter sind Noradrenalin, Dopamin und Serotonin.
Noradrenalin
Hormon des Nebennierenmarks (wie das Adrenalin) und Nervenbotenstoff (Neurotransmitter) des Symphatikussystems. Noradrenalin wirkt u.a. pulsverlangsamend, erhöht die Durchblutung der Herzkranzgefäße.
 
P<N - nach oben - R>
Phasenprophylaxe
Erhaltungstherapie bei bipolarer Erkrankung, die vor neuen manischen und depressiven Phasen schützen soll.
Placebo

Latein; Unwirksames Scheinmedikament

 

 
R<P - nach oben - S>
Rezeptoren
Bildungsstellen der Zellen für Botenstoffe (etwa Hormone oder Neurotransmitter), die zur Steuerung verschiedener Körperfunktionen benötigt werden. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Rezeptoren, die jeweils mit ganz speziellen Substanzen reagieren.
Rückfallschutz
Therapie, bei der verhindert werden soll, dass die letze Episode mit Symptomen wieder aufflammt.
 
 
S<R - nach oben - V>
Serotonin
Ein biogenes Amin, das vom menschlichen Organismus aus der Aminosäure Tryptophan (im Zentralnervensystem Lunge, Milz und Zellen der Darmschleimhaut) hergestellt werden kann. Serotonin ist ein Gewebehormon und als Nervenbotenstoff wirksam.
Somnolenz

Somnolenz bezeichnet eine Benommenheit mit abnormer Schläfrigkeit als leichtere Form der Bewusstseinstrübung (mit Erweckbarkeit und mit meist nicht vollständiger Erinnerungslücke).

SSRI
Selektive Serotonin Wiederaufnahme Hemmer sind antidepressiv wirksame Substanzen, die die Wiederaufnahme des Neurotransmitters Serotonin in die Nervenzelle verhindern und so die Serotoninkonzentration im synaptischen Spalt erhöhen.
Stimmungsstabilisierer
Arzneimittel, die bipolare Patienten prophylaktisch vor manischen  bzw. depressiven Krankheitsepisoden schützen sollen. In der Regel müssen Stimmungsstabilisierer über lange Zeiträume eingesetzt werden, um Rückfällen vorzubeugen.
Suizid
Latein; Selbstmord, Selbsttötung
Symptom
Griechisch; Anzeichen, Vorbote, Kennzeichen, Merkmal, Krankheitszeichen
Syndrom
Griechisch; Krankheitsbild
 
 
V<S - nach oben - W>
Vulnerabilität
Verletzbarkeit
 
W<V - nach oben
WHO
Weltgesundheitsorganisation
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Bipolare Erkrankungen

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