„Gestern noch war ich so aktiv, so leistungsstark, so einfallsreich und schlagfertig, so tatenfroh. Alles ging wie von selbst, ich war der Engel der Nacht und der König des Tages. Kein Ziel schien unerreichbar. Heut sitze ich nun hier und gräme mich. Meine Energien sind verbraucht, ich fühle mich unfähig und kraftlos. Ich bin zu Nichts mehr im Stande und empfinde nur Leere...“
Patientenzitat 2004
Diese extremen Stimmungsschwankungen sind keine Seltenheit, keine Einbildung und Überspanntheit, sie sind möglicherweise Facetten der
bipolaren Erkrankung. Etwa zwei Millionen Menschen leiden in Deutschland an dieser Erkrankung, die zu ungewöhnlich starken Schwankungen der Stimmungslage führt; weltweit sind etwa
2 bis 5 Prozent aller Erwachsenen betroffen.
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Der deutsche Psychiater
Emil Kraepelin (1856 bis 1926) definiert das auffällige Auf- und Ab der Gefühle erstmalig als „manisch-depressives Irresein“.
Heutzutage spricht man von der bipolaren Erkrankung, die jedoch noch häufig sehr spät diagnostiziert und noch zu selten zielgerichtet behandelt wird.
Die folgenden Seiten sollen Betroffenen oder deren Angehörigen Informationen liefern, Antworten auf Fragen geben und dabei helfen, besser mit der Erkrankung umgehen zu können.
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