![]() |
Das Verständnis der bipolaren Erkrankung ist die erste Voraussetzung für die Bewältigung der Situation. Die Psychoedukation
(1) ist ein verhaltenstherapeutisches Konzept, dessen Ziel es ist, den Patienten zu informieren, um besser mit der Erkrankung umgehen zu können. Das Therapiekonzept kann entweder im Einzelgespräch oder im Gruppengespräch mit einem Therapeuten durchgeführt werden. Im Mittelpunkt der Informationsvermittlung steht die Aufklärung über
Symptomatik, Ursachen,
Akutbehandlung und
Rückfallschutzbehandlung. Aber auch die emotionale Bewältigung der Erkrankung ist ein essentieller Bestandteil der Psychoedukation. Hierzu gehören unter anderem die Besprechung von aktuellen Problemen, der Erfahrungsaustausch zwischen Patienten, die Kontakte zwischen Angehörigen, wenn die Patienten damit einverstanden sind, und die Motivation, sich aktiv mit der Erkrankung auseinanderzusetzen.
Durch den Wissenserwerb über die Erkrankung kann der Patient seine Fähigkeit der Selbststeuerung und des Selbstmanagements verbessern.
In früheren Jahren stand die Pharmakotherapie im Vordergrund. Eine alleinige pharmakologische Behandlung reicht jedoch oft nicht aus, um die bipolare Erkrankung ausreichend zu behandeln. Deswegen entwickeln Arzt und Patient heute oft gemeinsam ein umfassenderes Behandlungskonzept.
Fragen Sie in der Klinik oder bei Ihrem behandelnden Arzt nach. Weitere Informationen bietet auch hier die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. an unter:
http://dgbs.de/psychotherapie_psychoedukation.php